BILD vom 10.4.2019: Tankstellen erhöhen immer öfter die Preise

„Wer Wissen schafft, schafft Wissenschaft“ .Gerade noch rechtzeitig konnte die Uni Frankfurt heute Morgen als wissenschaftliche Erkenntnis verkaufen, was in dem ein paar Stunden später veröffentlichten Jahresbericht der Markttransparenzstelle ohnehin nachzulesen ist – und was eigentlich jeder Verbraucher über die Benzinpreis-Apps seit einiger Zeit selbst nachverfolgen kann: Seit Anfang April gibt es eine weitere Vormittagspreiserhöhung an den Tankstellen. Trotzdem Chapeau vor den Selbstvermarktungskünsten der zitierten Ökonomen. Kaum war die Meldung im Netz, meldete sich doch gleich die Bildzeitung bei uns, um unsere Einschätzung der bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnis zu bekommen.

Den Artikel in der Bild lesen Sie hier.

Herbst 2018: Niedrige Pegelstände, hohe Spritpreise und täglich eine neue Presseanfrage

Aufgrund der niedrigen Pegelstände des Rheins sind Benzin und Diesel in vielen Regionen Deutschlands so teuer wie lange nicht mehr. Der Oktober 2018 war laut ADAC deutschlandweit in Sachen Benzin- und Dieselpreise der teuerste Monat seit Jahren. Die Versorgungslage wird stetig schwieriger, Lieferanten kontigentieren inzwischen die Liefermengen und die Leerstände an Tankstellen häufen sich in den betroffenen Gebieten im Süden und Westen Deutschlands. Gleichzeitig verzeichnen wir so viele Medienanfragen wie kaum zu einem anderen Thema.

Einige daraufhin erschienene Berichterstattungen:

Aachener Zeitung, die auch von einer Tankstellen-Inhaberin und ihren Mitarbeitern berichtet, die zum Teil wüsten Beschimpfungen von Kunden ausgesetzt sind.

Den Artikel in der Aachener Zeitung lesen Sie hier.

Neue Westfälische, die einen Sprecher des MWV mit den Worten zitiert „So lange die Probleme in der Lieferkette anhalten, müssen die Autofahrer dafür bezahlen.“

Den Artikel in der Neuen Westfälischen lesen Sie hier.

WAZ, die auf ein spezielles Problem im Ruhrgebiet verweist: „“Auch das Ruhrgebiet wird mit Kraftstoffen aus Köln versorgt. Die Raffinerie in Gelsenkirchen reicht allein nicht aus“, erklärt Alexander von Gersdorff vom MWV. Außerdem werde ein Teil der Gelsenkirchener Anlage momentan durch eine turnusmäßige Wartung lahmgelegt.“

Den Artikel in der WAZ lesen Sie hier.

Westfälische Nachrichten in Münster, in welcher der Pressesprecher der Westfalen AG zu Wort kommt: „Der Kanal am Westfalen-Tanklager in Münster-Gelmer führe zwar ausreichend Wasser, aber die Einschränkungen auf dem Rhein schlügen bis ins Münsterland durch, so Jung. Weitere Schwierigkeit: „Man muss erst mal einen Tankwagen bekommen“, beklagt Jung den eklatanten Fahrermangel.“

Den Artikel in den Westfälischen Nachrichten lesen Sie hier.

Gegenüber dem NDR konnten wir zumindest den Niedersachsen versichern, dass sie noch vergleichsweise preiswert tanken. Dass den Redakteuren dies zuvor nicht bewusst war, lässt dann doch ein bisschen an der Bedeutung von Benzinpreis-Apps zweifeln.

Den NDR-Artikel lesen Sie hier.

ZTG-Jahresbericht 2017/2018 erschienen

Der aktuelle ZTG-Jahresbericht wurde auf unserer Mitgliederversammlung am 25. und 26. September 2018 in Berlin vorgestellt. Themen des Jahres waren u.a. die Bemühungen um die Abschaffung des Sonntagswaschverbots, Gerichtsverfahren zur Kassenpacht, die Datenschutzgrundverordnung sowie die Regelungen der europäischen Zahlungsdiensterichtlinie PSD 2.

Durch Anklicken des Titelblatts können Sie den Download starten.

Titelblatt Jahresbericht 2018

FTG-Mitgliederversammlung 2018 in Dortmund

Wie wichtig eine schriftliche und lückenlose Dokumentation heutzutage für Tankstellenbetreiber ist, wurde auf der diesjährigen Mitgliederversammlung unseres Regionalverbands FTG e.V. in Dortmund sehr deutlich. Ob im Verhältnis zur eigenen Mineralölgesellschaft, gegenüber den Finanzbehörden oder bei Schäden in Waschanlagen – in Referaten zu diesen unterschiedlichen Themenbereichen wurde immer der gleiche Rat gegeben: Dokumentieren Sie! Und so lautet dann auch die Überschrift zu dem die Versammlung zusammenfassenden Artikel im Fachmagazin 

Sprit+

 

Aufhebung des nächtlichen Alkoholverkaufsverbots in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg – Alkoholverkaufsverbot aufgehoben!

Unser Landesverband Baden-Württemberg hatte mit unserer Unterstützung seit Inkrafttreten des nächtlichen Alkoholverkaufsverbots in diesem Bundesland das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg laufend mit Zahlen und Informationen versorgt, um die Belastungen der baden-württembergischen Tankstellen durch das Gesetz zu verdeutlichen. Öffnungszeitenverkürzungen, Umsatzverluste und Arbeitsplatzabbau wurden zum Teil sogar mit Einzelbeispielen verdeutlicht. Im Mai 2016 konnten wir dann verkünden, dass die seinerzeit neu gewählte Landesregierung plante, diese Regelung wieder aufzuheben. Nach 18 Monaten ist diese Planung nun Realität geworden: Am 15. November 2017 haben die Abgeordneten des Landtags im Rahmen des „Anti-Terror-Pakets“ (!) auch ein „Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Ladenöffnung“ beschlossen. Ergebnis: Das seit 2010 gültige nächtliche Alkoholverkaufsverbot (ab 22 Uhr) ist aufgehoben. Im Gegenzug wird es Kommunen ermöglicht, das Trinken an örtlichen „Brennpunkten“ zeitlich begrenzt zu verbieten. Die Änderung wird einen Tag nach Gesetzesverkündung wirksam. Der späteste mögliche Verkündungstermin ist der 15. Dezember 2017 – sozusagen ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für die baden-württembergische Tankstellenbranche.

Unser Landesverband hat diese Gesetzesänderung mit folgender Pressemitteilung kommentiert:

Aufhebung des Alkoholverkaufsverbots macht den Weg für neue Jobs und längere Öffnungszeiten von Tankstellen frei

Stuttgart. „Rund 1.000 Jobs sind seit 2010 durch das Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen verloren gegangen. Wir erwarten jetzt keine Wunder. Aber wir hoffen, dass zumindest ein Teil der Arbeitsplätze wieder neu entstehen wird und dass die Tankstellenpächter und -eigentümer die zurückgewonnene unternehmerische Freiheit für verbesserte Angebote nutzen“, kommentiert Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, der auch die Tankstellen im Land vertritt, die vom Landtag beschlossene Aufhebung des Alkoholverkaufsverbots nach 22 Uhr.

Damit sei der Weg frei, dass die dortigen Tankstellen ihre wirtschaftliche Situation stabilisieren und die Versorgungssituation mit Benzin und Diesel verbessern können: „Der Verkauf von Kraftstoffen ist an den Tankstellen längst nicht mehr der entscheidende Gewinnbringer. Vielmehr sorgt das Shop-Geschäft, das sich in den letzten Jahren ausdifferenziert hat und die Angebote des Einzelhandels ergänzt, für den wirtschaftlichen Erfolg.“

Dass die Kommunen jetzt selbst dafür verantwortlich sind, sogenannte „Saufgelage“ zu unterbinden, ist nach seiner Ansicht „der richtige Schritt. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass dieses Problem trotz des Alkoholverkaufsverbots aufgetreten ist. Es kann aber nur durch zielgerichtete Maßnahmen an Brennpunkten gelöst werden.“ Der Erlass zeitlich und örtlich begrenzter Alkoholkonsumverbote durch die Kommunen treffe die Verursacher direkt „und nimmt nicht mehr alle, die nur ein Feierabendbier oder eine Flasche Wein auf dem Heimweg mitnehmen möchten, in Generalhaftung für Störenfriede“. Carsten Beuß rechnet damit, dass die Tankstellen aufgrund der neuen Lage „zumindest zum Teil ihre Öffnungszeiten wieder verlängern werden.“